Medizinische Massage Ausbildung

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Die medizinische Massage Ausbildung ist hier in Österreich ein anerkannter Ausbildungsberuf. Die 2,5-jährige duale Ausbildung in Theorie und Praxis schließt mit einem Staatsexamen ab. Danach wird auf Antrag die Berufsbezeichnung Masseur und medizinischer Bademeister beziehungsweise Masseurin und medizinische Bademeisterin verliehen. Die Ausbildungsinhalte sind ein sorgfältig aufeinander abgestimmter Mix aus Massage und Medizin.

Medizinische Massage Ausbildung mit großer Vielfalt an Therapien

Im Verlaufe der mehrjährigen Ausbildung werden Grundlagenkenntnisse in den Bereichen Anatomie und Physiologie vermittelt. Dabei stehen der Knochenaufbau sowie die Muskulatur im Fokus. Ein Hauptgebiet sind die verschiedenartigen Massagen, von der Reflexzonen- über die Unterwasserdruckstrahl- bis hin zur spezifischen Körpermassage. Das Therapiespektrum umfasst Licht- und Wärmebehandlung, Strahlenheilkunde, Elektrotherapie oder auch Grundwissen in der Badeheilkunde sowie in den Anwendungen nach Kneipp. Die Erste Hilfeleistung muss aus dem FF beherrscht werden; darunter sind jegliche lebensrettende sowie gesundheitserhaltende Sofortmaßnahmen subsummiert, die bei medizinischen Notfällen wie etwa bei Atem- oder Kreislaufstillstand angewendet werden.

Medizinische Massage sorgt für Gesundheit und Wohlbefinden

Die Massage ganz allgemein ist eine Lockerung und Kräftigung der Muskeln sowie eine Durchblutungsförderung des Körpergewebes. Massiert wird mit den Händen durch Kneten, Klopfen oder Streichen beziehungsweise mit mechanischen Apparaten. Wenn das Massieren unter einem medizinischen Aspekt erfolgt, was in aller Regel der Fall ist, dann hat es eine insgesamt gesundheitsfördernde sowie wohltuende Wirkung, und zwar bestenfalls für den gesamten Körper. Eine medizinische Massage ist in vielen Fällen zur Schmerzlinderung bestens geeignet. Heutzutage meiden immer mehr Patienten die von der Pharmaindustrie hergestellten Medikamente wegen ihrer Nebenwirkungen. Vielen ist das Risiko ganz einfach zu groß, dass sie zu denjenigen gehören könnten, die davon betroffen sind. Auf der Suche nach einer sanften und in dieser Hinsicht risikofreien Behandlungsmethode ist die medizinische Massage eine geradezu logische Alternative. Wenngleich eine vollständige medizinische Heilung nicht garantiert werden kann, so ist die medizinische Massage doch ein wirksamer Weg zur temporären bis hin zur dauerhaften Schmerzlinderung. Schmerzsymptome lassen sich ganz gezielt bekämpfen; und selbst der Bandscheibenvorfall wird häufig zu einer erträglichen Schmerzerkrankung.

Medizinische Massage – Wohltat für Körper und Gesundheit 

Der Begriff medizinische Massage und damit verbunden die medizinische Massage Ausbildung macht deutlich, dass der Massageerfolg einerseits wohltuend und andererseits gesundheitsfördernd ist. Mit der Massage den Urlaub aufzupeppen ist das eine, die verordnete medizinische Massage zur gezielten Muskelentspannung oder zur medizinischen Behandlung das andere. Der medizinische Masseur setzt am Patienten das um, was der Arzt anhand seiner Diagnose verordnet beziehungsweise empfiehlt. Diese Umsetzung Eins zu eins ist nur mit einer dazu passenden medizinischen Massage Ausbildung möglich. Das medizinische Massagepersonal muss das verstehen, was der Arzt meint. Umgekehrt muss sich der Arzt darauf verlassen können, dass seine rezeptierte Anordnung auch so umgesetzt wird. Insofern ist es ein Hand-in-Hand-Arbeiten zwischen Arzt und medizinischem Massagepersonal.

Behandlung gesunder und erkrankter Menschen 

Die Ausbildung zum medizinischen Masseur ist so gestaltet und aufgeteilt, dass nach bestandenem Staatsexamen sowohl gesunde Kunden als auch medizinisch kranke Patienten behandelt werden können. Daran orientiert sich weitgehend das zukünftige berufliche Umfeld.

• In Wellness- und Tourismusbetrieben sowie in der Prävention werden durchweg gesunde, also nichterkrankte Menschen als Kunden behandelt. Sie bezahlen für die Dienstleistung, sich medizinisch massieren zu lassen.

• Das Arbeitsumfeld zum medizinischen Massieren von Erkrankten sind Kliniken, Krankenhäuser, Kuranstalten sowie die eigene Massagepraxis des selbstständigen medizinischen Masseurs.

Wer die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat, der kann hier wie da arbeiten. Die insgesamt rund 1.700 Unterrichts- und Ausbildungseinheiten sind zu etwa je ein halb auf Theorie und Praxis verteilt. Was theoretisch gelernt und geschult wird, das erproben die Auszubildenden anschließend untereinander und aneinander in praktischen Übungen mit Thermotherapie und Ultraschalltherapie, mit dem Anwenden diverser Packungen wie Fango oder mit Massagetechniken zu Heilzwecken. Die schulische Mindestvoraussetzung ist ein guter bis sehr guter Hauptschulabschluss; jeder höherwertige Schulabschluss verbessert die Chancen auf einen Ausbildungsplatz.

Zu den persönlichen Voraussetzungen gehören ein ausgeprägtes Gefahren- und Verantwortungsbewusstsein, Sorgfalt und Genauigkeit sowie die Fähigkeit zur Selbstorganisation. Gute Schulnoten in den Fächern Biologie, Chemie sowie Physik erleichtern das Verständnis für die medizinischen Zusammenhänge rund um den Körper des zu massierenden Kunden respektive Patienten.